September 6 2010
 

Mondlicht – Moonlight

Die Straße war viel zu glatt. Schon einige Male war sein Auto an diesem Abend ins Rutschen gekommen. Stan war ein guter Fahrer und so hatte er jedes Mal einen kühlen Kopf bewahrt und hatte langsam herunter gebremst, anstatt voller Panik aufs Bremspedal zu treten.
Doch trotzdem hatte er einigen Respekt vor diesem Wetter und wäre am liebsten bei seiner Frau und den Kindern geblieben. Doch dieser Termin war ungeheuer wichtig! Er würde über seine berufliche Zukunft entscheiden. Also suchte sich sein Auto den Weg durch den immer dichter fallenden Schnee. Der Auftraggeber hatte die Chefetage fürs Wochenende in seine Jagdhütte eingeladen. Diese befand sich, wie nicht anders zu erwarten war im tiefsten Wald. Und somit war es auch nicht weiter verwunderlich, dass die selten befahrenen Straßen dieser Gegend mehr als schlecht geräumt waren.

Stan Fluchte laut, als plötzlich ein Reh über die Straße lief und er hart bremsen musste. Bei dieser Witterung ein fataler Fehler, denn der Wagen kam ins Schleudern und Stan verlor völlig die Kontrolle über sein Fahrzeug. Stans Wagen drehte sich mehrmals um die eigene Achse, bis er mit einem plötzlichen Ruck stehen blieb, er war in eine hohe Schneewehe gerast.

Als Stan die Augen aufschlug hämmerte sein Schädel fürchterlich. Er hatte sich bei dem Aufprall den Kopf am Seitenfenster angeschlagen. Er hob die Hand um die schmerzende Stelle zu berühren und fühlte etwas feuchtes an seiner Schläfe, Blut. Noch immer ein wenig benommen versuchte Stan seine Lage einzuschätzen. Die gesamte Fahrerseite und die Frontscheibe waren von einer dicken Schneeschicht bedeckt. Als Stan versuchte auf die Beifahrerseite zu klettern, spürte er einen scharfen Schmerz in seinem Bein, bei dem Unfall hatte es sich wohl zwischen den Pedalen verklemmt und war nun wahrscheinlich gebrochen. Fluchend ließ er sich zurück in seinen Sitz sinken.

Sein Handy lag in der Aktentasche im Kofferraum, unerreichbar für Stan. Er konnte also keinerlei Hilfe rufen und so selten, wie diese Straße befahren wurde auch keine erwarten.

Plötzlich war ein unheimliches Heulen ganz in der Nähe des Wagens zu hören. Daußen war es bereits dunkel, sodass Stan nicht sehen konnte was dort vor sich ging. Doch deutlich hörte er, dass das Heulen in einiger Entfernung beantwortet wurde. Stan war verängstigt, seine Situation war so schon schlimm genug, ein Rudel Wölfe konnte er nun wirklich nicht gebrauchen.

Ein dumpfes Geräusch, während etwas den Wagen leicht erschütterte. Irgendetwas bewegte sich da auf dem Dach. Einer der Wölfe? Stan fröstelte es.

Plötzlich klopfte es am Fenster der Beifahrertür. Stan schreckte hoch und blickte die junge Frau verwundert an, die dort im Schnee stand. Sie hatte silbergraue Haare, konnte jedoch nicht älter als 20 Jahre sein. Sie lächelte und öffnete dann die Türe.

„Ist alles in Ordnung bei ihnen?“ fragte sie. Stan schüttelte nur den Kopf und verfluchte sich dann selbst, als ihm schwindelig wurde. Die Junge Fau beugte sich wortlos ins Auto, sah sich seine Kopfwunde an und tastete dann sein Bein ab. „Gebrochen“ stellte sie nüchtern fest. „Haben sie ein Handy?“ Fragte sie. „Im Kofferraum, die schwarze Aktentasche.“ Antwortete Stan. Die Frau verschwand für einige Augenblicke und kam dann mit seinem Handy wieder. Sie legt es auf den Beifahrersitz und sagte dann „Ich habe ihnen Hilfe gerufen, sie sollten bald von hier weg geholt werden.“ Dann drehte sie sich um und schlug die Türe hinter ich zu.

Stan war sehr verwirrt, doch trotzdem war er der Frau dankbar. Nach etwa einer Stunde kam edlich ein Krankenwagen und man holte ihn behutsam aus dem Wagen. Als Stan endlich befreit war nahm er die Umgebung näher in Augenschein.

Da waren nirgendwo Reifenspurn zu sehen, bis auf die des Krankenwagens und seine eigenen. Doch überall waren Pfotenabdrücke zu sehen, sogar auf dem Dach seines Autos. Und ein paar kleinere Fußabdrücke waren zu sehen, sie mussten von einer zierlichen Frau stammen. Doch diese endeten direkt an der Schneewehe, wo die Pfotenabdrücke begannen. Stan hob den Kopf und schaute gen Himmel, es war Vollmond. In weiter Ferne erklang leise ein Wolfsheulen.

Random Posts

Leave a Reply

 
 

Recent Comments

Nice Tags

werwolf frau werwolf begegnungen fantasy namen weiblich werwolf zu sich rufen weibliche werwolf namen wald bei mondlicht bilder fantasy werwolf namen geräusch autounfall werwolf rufen weiblich werwolf autounfall wie bei twilight unheimliches heulen autounfall geräusch fantasynamen mit mond begegnung mit werwolf geräusche autounfall werwolf twilight werwolf namen weiblich mond und werwolf traum autounfall hören